Laboruntersuchungen

Das hormonelle Gleichgewicht im Körper ist ein empfindliches Wechselspiel zwischen vielen Parametern. So können verschiedene Hormonstörungen die Ursache dafür sein, dass eine Frau nicht schwanger wird oder wiederholt Fehlgeburten hat. Durch eine Blutuntersuchung können Fehlfunktionen der Schilddrüse, der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse, z.B. erhöhter Prolaktinwert) oder auch der Nebennierenrinde und der Eierstöcke (z.B. erhöhte männliche Hormone) erkannt werden. Die Hormone des Eierstocks (Östradiol, Gelbkörperhormon) ändern sich im Laufe des Zyklus und werden daher wiederholt bestimmt.

Einige allgemeine hormonelle Störungen kommen häufig vor, z.B. Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), erhöhter Prolaktinwert (Hyperprolaktinämie) oder auch Diabetes mellitus und seine Vorstufe. Diese sollten vor Beginn einer gezielten gynäkologischen Behandlung richtig medikamentös eingestellt werden. Dabei wenden wir bei Kinderwunschpatientinnen oft strengere Kriterien an als vielleicht Ihr Hausarzt oder Internist. Ist das alleine nicht ausreichend, kann eine Hormonstimulation durchgeführt werden, d.h. es werden gezielt die Eizellreifung, der Eisprung und auch die Gelbkörperphase unterstützt.

Vor einer Kinderwunschbehandlung werden oft serologische Untersuchungen auf HIV, Hepatitis B und C bei beiden Partnern notwendig. Chromosomenanalysen aus einer Blutprobe bei Mann und Frau werden vor ICSI-Therapie und zur Diagnostik bei wiederholten Fehlgeburten empfohlen. Diese Blutentnahmen können selbstverständlich auch in unserer Praxis durchgeführt werden.

Spermauntersuchung