Zyklusmonitoring

Mit einem Zyklusmonitoring soll festgestellt werden, ob es bei Ihnen zum Heranreifen eines Eibläschens (Follikel), zum Eisprung und zur Gelbkörperbildung kommt.
Im Eibläschen wächst normalerweise jeden Monat eine Eizelle heran, die nach dem Eisprung in den Eileiter gelangt und dort von einem Spermium befruchtet wird. Erst nach vier weiteren Tagen kommt die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter an und nistet sich in die Gebärmutterschleimhaut ein. In den ersten Wochen einer Schwangerschaft bildet der Gelbkörper, der am Eierstock aus dem gesprungenen Eibläschen entsteht, das Hormon Progesteron (Gelbkörperhormon) zur Unterstützung der Schwangerschaft.
Bei Frauen mit regelmäßigem ca. 28-tägigem Zyklus rechnet man eigentlich mit einem unauffälligen Zyklusmonitoring. Frauen, die einen verlängerten Zyklus, unregelmäßige Blutungen oder erste Anzeichen der Wechseljahre haben, sollten bei Kinderwunsch das Follikelwachstum überprüfen lassen.

Dazu wird am 10. Zyklustag eine Ultraschalluntersuchung (durch die Scheide) durchgeführt. Dabei werden die Follikel an den Eierstöcken rechts und links und die Dicke der Gebärmutterschleimhaut gemessen. Meist lässt sich nur ein größerer Follikel finden. Falls dieser noch nicht groß genug ist, wird nach zwei Tagen nochmals kontrolliert. Ein sprungreifer Follikel misst etwa 20 mm, oft lassen sich gleichzeitig auch noch einige kleinere Follikel (= 10 mm) darstellen. Wenn sich ein größerer Follikel gezeigt hat, wird eine Blutentnahme zur Bestimmung von E2 (Estradiol) und LH (Luteinisierendes Hormon) durchgeführt. Das Estradiol korreliert mit der Reife der Eizelle und der LH-Anstieg bewirkt den Eisprung.

Optimal wäre der Nachweis eines 18-22 mm großen Follikels in der Zyklusmitte mit adäquaten Estradiol- und LH-Werten. Dabei gibt es natürlich Schwankungen von Zyklus zu Zyklus. Sollte aber bei Ihnen wiederholt kein Eibläschen wachsen, werden wir Ihnen eine Hormonstimulation empfehlen.

 

Eileiterdurchgängigkeit