Assisted Hatching mittels Laser

Der Embryo ist bis kurz vor der Einnistung in die Gebärmutter von einer Schutzhülle umgeben, der Zona pellucida.

Bevor der Embryo sich in die Gebärmutterschleimhaut einnisten kann, muss er aus dieser Schutzhülle schlüpfen. Diese Schutzhülle kann manchmal besonders dicht oder verhärtet sein. Gründe dafür können das Alter der Frau oder eine zuvor erfolgte Kryokonservierung sein.
Das Assisted Hatching (Schlüpfhilfe) ist ein technisches Verfahren, bei dem wir dem Embryo das Schlüpfen aus der Schutzhülle erleichtern. Die Embryonen werden dadurch in aller Regel nicht geschädigt.

Die einfachste und sicherste Methode ist das Laser-Hatching, da das Hatching sehr gezielt gesetzt werden kann und auch die Größe und Tiefe exakt einstellbar ist. Der Embryo wird dazu mit einer Haltepipette fixiert (wie bei der ICSI) und mit dem Laserstrahl gezielt gehatcht.
Das Laser-Hatching empfehlen wir vor allem beim Transfer von Eizellen im Vorkernstadium und Blastozysten nach Kryokonservierung, da die Embryonen möglicherweise eine Verhärtung der Zona pellucida aufweisen. In Ausnahmefällen kann auch ein Assisted Hatching bei Frisch-Zyklen indiziert sein (z.B. bei älteren Patienten >38 Jahren oder nach wiederholt erfolgloser IVF- oder ICSI- Therapie trotz optimaler Voraussetzungen).
Die Datenlage der durchgeführten Studien über eine höhere Schwangerschaftsrate ist nicht eindeutig.

Studien mit Laser-Technik sind bisher überwiegend überzeugend und zeigen einen positiven Effekt (Wan et al. 2014; Ebner et al. 2005).

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Bild: Embryo mit Hatchingsstelle LA1 Bild: Schlüpfender Embryo LA2

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