Blastozystenkultur / erweiterte Kultur

Aus der befruchteten Eizelle entsteht durch Verschmelzung des mütterlichen und väterlichen Vorkernes im Laufe des ersten Tages der Embryo. Der Embryo beginnt, sich zu teilen, und erreicht unter optimalen Bedingungen nach 2 bis 3 Tagen das 4- bis 8-Zellstadium. Dieser Zeitpunkt hat sich bisher für den Embryotransfer bei einer IVF- oder ICSI-Therapie bewährt.

Entwicklungsstadien des frühen Embryos vor der Einnistung:
Tag 0:     Zusammenführung von Eizelle und Samenzelle
Tag 1:     Eizelle im Vorkernstadium oder 2-Pronuclei-Zelle  (2-PN-Zelle) (pronucleus = Vorkern)
Tag 2:     4-Zellen-Embryo
Tag 3:     8 Zellen-Embryo
Tag 4:     Morula-Stadium
Tag 5-6:  Blastozystenstadium

Durch den medizinischen Fortschritt  ist es möglich geworden, Embryonen bis zum Blastozystenstadium zu kultivieren. Das spätere Zurücksetzen der Embryonen erlaubt es, die Entwicklung der Embryonen länger zu beobachten, um die Embryonen mit dem besten Entwicklungspotential für den Transfer auszuwählen.
Diese erweiterte Kultur ist sinnvoll, wenn mehr als zwei befruchtete Eizellen vorliegen. Dabei erreichen etwa 30% der befruchteten Eizellen das  Blastozystenstadium und nur 20% werden zu einer Blastozyste mit sehr guter Prognose. Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang, denn ein Großteil der Eizellen hat von vorne herein bereits Chromosomendefekte und viele der Embryonen zeigen eine verzögerte Entwicklung.

Eine optimale Blastozyste hat grundsätzlich eine deutlich bessere Prognose sich einzunisten. Daher sind die Erfolgsraten nach dem Embryotransfer sehr gut.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Patientenpaar die optimalen Voraussetzungen für die Geburt eines Kindes zu schaffen. Daher werden wir mit Ihnen gemeinsam, den individuell besten Weg festgelegen.

 

 10-Zeller-B  volle-Blastocyste geschluepfte-Blastocyste

Kultur der Embryonen im Embryoscope