Hormonstimulation

Wenn beim Zyklusmonitoring festgestellt wurde, dass gar keine oder nur eine ungenügende Follikelreifung stattfindet, wird eine Hormonstimulation durchgeführt. Durch die Gabe von Medikamenten (Hormonen) kann diese Störung ausgeglichen werden. Auch ein unregelmäßiger Zyklus deutet auf ein Problem bei der Follikelreifung hin.

Die einfachste Methode der Hormonstimulation ist die Gabe von Clomifen. Dabei wird die Follikelreifung durch die Einnahme von 1 – 2 Clomifentabletten vom 3. bis zum 7. Zyklustag unterstützt. Oft ist diese Therapie schon ausreichend. Sie wird beim gezielten Geschlechtsverkehr und bei Inseminationen angewendet. Clomifen kann auch bei regelmäßigem Zyklus und unauffälligem Zyklusmonitoring zur Verbesserung der Schwangerschaftschancen eingesetzt werden.

Die zweite Möglichkeit der Hormonstimulation ist eine Spritzentherapie mit den gonadotropinen FSH (follikelstimulierendes Hormon) oder HMG (Humanes Menopausengonadotropin, das auch FSH enthält). FSH ist ein Hormon der Hirnanhangsdrüse, das im natürlichen Zyklus das Follikelwachstum bewirkt. Dieses FSH ist in den unterschiedlichen zur Verfügung stehenden Medikamenten enthalten und wird ab dem 2. Zyklustag in geringer Dosierung einmal täglich unter die Haut gespritzt. Die meisten Frauen verabreichen sich nach Demonstration und etwas „Üben“ diese Spritzen selbst. Bei manchen Paaren übernimmt auch der Partner das Spritzen. Natürlich wird auch hier wieder ab dem 10. Zyklustag das Follikelwachstum mit dem Ultraschall kontrolliert, um den günstigsten Termin für gezielten Geschlechtsverkehr oder Inseminationen festzulegen.

Bei der Stimulation für IVF- oder ICSI-Behandlungen kommt immer FSH oder HMG zum Einsatz – allerdings in viel höherer Dosierung. Denn für eine künstliche Befruchtung sollen nicht nur ein oder zwei Follikel reifen, sondern mehrere (vielleicht 6 bis 10) Follikel. Zusätzlich zum FSH/HMG-Präparat muss bei IVF oder ICSI immer ein zweites Medikament gespritzt werden, welches den vorzeitigen Eisprung verhindert.

Die Therapieanleitung „Verkehr zum Optimum“ finden Sie hier.

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