Kryokonservierung

Bei der IVF– oder ICSI-Therapie befinden sich die befruchteten Eizellen am Morgen nach der Follikelpunktion im Vorkernstadium. Zu diesem Zeitpunkt werden die am besten entwickelten Vorkernstadien ausgewählt und weiterkultiviert. Nach 2 – 3 Tagen sind daraus 4- bis 8-zellige Embryonen entstanden, die beim Embryotransfer in die Gebärmutter zurückgesetzt werden.
Sollten am Morgen nach der Follikelpunktion jedoch mehrere entwicklungsfähige Vorkernstadien entstanden sein, können diese eingefroren werden (Kryokonservierung). Die Lagerung erfolgt in flüssigem Stickstoff bei -196 Grad Celsius und ist über viele Jahre möglich. Wenn also die erste Behandlung nicht zu einer Schwangerschaft geführt hat oder nach Geburt eines Kindes eine weitere Therapie gewünscht wird, kann zunächst auf die eingefrorenen Zellen zurückgegriffen werden.
Falls jedoch keine Kryokonservierung der überzähligen Vorkernstadien gewünscht wird, werden diese verworfen. Die Kryokonservierung von Vorkernstadien und die sich anschließenden Behandlungszyklen sind leider keine Leistungen der Krankenkassen.

Kryokonserviert – und damit für eine spätere Benutzung aufbewahrt – werden auch Hodengewebe (siehe Hodenbiopsie) und Sperma. So kann beispielsweise vor einer geplanten Hodenoperation oder Chemotherapie Sperma eingefroren werden, auch wenn aktuell kein Kinderwunsch besteht. Ebenso wird das Spendersperma für donogene Inseminationen tiefgefroren gelagert und versendet. Selbst mehrzellige Embryonen können mit einem speziellen Verfahren (Vitrifikation) eingefroren werden.

Die Therapieanleitung finden Sie hier

Kryozyklus

Kryo