Behandlungszyklus mit kryokonservierten Vorkernstadien (sog. Kryozyklus)

Wichtig für den Kryozyklus ist der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Dafür werden vom 2. Zyklustag an Östrogentabletten (z.B. Gynokadin) eingenommen. Am ca. 10. Zyklustag wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt und die Dicke der Gebärmutterschleimhaut kontrolliert. Normalerweise bilden sich unter Östrogentabletten keine größeren Eibläschen an den Eierstöcken. Bis die Gebärmutterschleimhaut die richtige Dicke erreicht hat, sind eventuell weitere Ultraschallkontrollen oder eine Dosissteigerung der Östrogentabletten nötig. Dann wird der Termin für den Embryotransfer festgelegt. Zwei Tage vor dem geplanten Embryotransfer wird mit dem täglichen Einführen von 2 Tabletten Utrogest (am Besten abends) in die Scheide begonnen, damit sich die Gebärmutterschleimhaut umwandelt.
Zwei Tage vor dem geplanten Embryotransfer werden die Vorkernstadien im IVF-Labor aufgetaut. Es kann auch gleich festgestellt werden, wie viele Zellen den Einfrier-Auftau-Prozess überlebt haben. Etwa 70 – 80 % der eingefrorenen Zellen entwickeln sich nach dem Auftau weiter. Die Weiterentwicklung der aufgetauten Zellen wird zunächst beobachtet. Von unseren Labormitarbeitern werden Sie dann am nächsten Tag telefonisch über das Ergebnis informiert. Dabei wird auch die genaue Uhrzeit für den Embryotransfer ausgemacht. Dieser läuft dann genau wie bei der IVF- oder ICSI-Therapie ab. Bis zum Schwangerschaftstest nach 14 Tagen werden täglich die Östrogentabletten (z.B. Gynokadin), 1 Tablette ASS 100 zur Verbesserung der Durchblutung und Utrogest 1×2 Tabletten eingenommen.
Da die Embryonen im Kryozyklus ohne vorherige hochdosierte Hormonstimulation mit Follikelpunktion zurückgesetzt werden, ist ein Kryozyklus weitaus weniger körperlich belastend. Die resultierenden Schwangerschaftsraten liegen allerdings unter denen mit „frischen Embryonen“.

Wir empfehlen Ihnen, zwei Embryonen zurücksetzen zu lassen. Rechtlich dürften bis zu 3 Embryonen transferiert werden. Dadurch werden die Schwangerschaftschancen jedoch nicht verbessert. Man geht aber das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft ein. Mehrlingsschwangerschaften sind stets Risikoschwangerschaften.

Vor dem Kryotransfer benötigen wir Ihr Einverständnis zur Anzahl der gewünschten Embryonen, die übertragen werden sollen:
Anzahl Embryonen: Erklärung

Die Therapieanleitungen finden Sie hier: Therapieanleitung.

19.02.15-4

Kryo mit kryokonservierten Embryonen