Social Freezing

Social Freezing – wenn der Kinderwunsch erst später erfüllt werden soll

Das vorsorgliche Einfrieren von unbefruchteten Eizellen ermöglicht eine spätere Erfüllung des Kinderwunsches. Viele Frauen wollen aufgrund verschiedener Lebensumstände eine Verschiebung der Mutterschaft auf „später“. Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein. Beispielweise wenn der richtige Partner für eine Familienplanung noch nicht gefunden wurde oder wenn sich Beruf und Kind noch schwer miteinander vereinbaren lassen. Leider „tickt“ die biologische Uhr von Frau und Mann unterschiedlich schnell. Die Fruchtbarkeit der Frau hängt vom Zustand ihrer Eizellen ab. Aus medizinischer Sicht liegt das ideale Alter für eine Schwangerschaft zwischen 18 und 25. Hier haben die Eizellen die höchste Qualität. Bereits ab dem 30. Lebensjahr nehmen die Eizellvitalität und damit die Fruchtbarkeit ab, mit Beginn des 35. Lebensjahres sogar sehr schnell.
Auch beim Social Freezing ist das Alter der Frau bei der Eizellentnahme der entscheidende Erfolgsfaktor. Je jünger die Eizellen sind, desto besser ist ihre

Qualität. Der Ablauf der Behandlung entspricht in der ersten Phase dem einer IVF-Behandlung. Durch eine Hormonbehandlung werden die Eierstöcke zur Eizellbildung angeregt. Die Stimulation und das Wachstum der Follikel werden mittels Ultraschall kontrolliert. Sind ausreichend große Eibläschen vorhanden, so werden die Eizellen in einem kurzen Eingriff über die Scheide punktiert und im Labor vitrifiziert. Bei der Vitrifikation werden die empfindlichen Zellen so schnell in flüssigem Stickstoff eingefroren, dass keine Schäden an der Zellmembran entstehen, alle physikalischen Prozesse zum Stillstand kommen und so die Konservierung über Jahrzehnte ermöglicht wird. Damit für die spätere Realisierung des Kinderwunsches, auch in höherem Alter, ausreichend gefrorene Eizellen zur Verfügung stehen, können mehrere Behandlungen erforderlich sein. Ca. 15-20 Eizellen werden als Depot empfohlen.